Eins gleich zu Beginn: Unsere Consultants lieben agiles Projektmanagement. Und wir legen Wert auf eine entsprechende Ausbildung. Die meisten Kollegen dürfen sich deshalb nach entsprechender Zertifizierung Scrum Master nennen. Hinzu kommt bei unseren Projektleitern oftmals eine PRINCE2 Zertifizierung.

Ein weiteres Plus für agile CRM Projekte ist die Software: Die Basis für CRM-Projekte ist in der Regel eine Standardsoftware von Aurea, SAP, Salesforce, Microsoft usw. Man fängt also keinesfalls bei null an, sondern passt diese Software an die Bedürfnisse der User an. Die komplette, gewünschte Funktionsweise in einem Pflichtenheft zu beschreiben, macht also wenig Sinn, vieles existiert ja bereits. Die Anpassungen können in überschaubaren Schritten erledigt und mit den zukünftigen Anwendern kontinuierlich auf Passgenauigkeit geprüft werden. Eine agile Vorgehensweise passt also zu den Projektzielen.

Und noch etwas ist wichtig - die Teamgröße in CRM Projekten. In der Regel ist auch die gut überschaubar. Auch dies spricht für ein agiles Vorgehensmodell.

Erstes Zwischenfazit: Wir sind gut auf agile Projekte vorbereitet und die Software eignet sich bei CRM Projekten ebenfalls.


Weitere Voraussetzungen für erfolgreiches agiles Projektmanagement

Erfolgreiche agile Projekte nach Lehrbuch haben wir insbesondere in sehr großen Unternehmen durchgeführt. Gerade dort treffen wir häufig - aber nicht immer! - auf zwei weitere wichtige Voraussetzungen.

  1. Agiles Arbeiten ist im Unternehmen oder zumindest in den Teams, mit denen wir arbeiten, angekommen. Ein gemeinsames Vorgehensmodell für das Projekt- und Produktmanagement, wie es zum Beispiel Scrum bietet, sichert ein gegenseitiges Verständnis und schnelles, einfaches Miteinander im Projekt ohne lange Findungsphasen. Scrum Master, Product Owner und Entwicklungsteam können schnell ihre Rollen einnehmen.
  2. Es können ausreichende Projektressourcen abgestellt werden, die auch für Daily Scrums oder Sprint Reviews zur Verfügung stehen und eng verzahnt im Team arbeiten.

Es soll an der Stelle nicht verschwiegen werden, dass diese idealen Voraussetzungen auch in Großunternehmen nicht immer vorzufinden sind. Nicht selten versteckt sich hinter "Agilität" einfach nur die Problematik, dass Ziele, Rollen und Vorgehensweisen nicht definiert sind. Dann klingt agil allemal besser als chaotisch.


Agilität im Mittelstand erfordert Pragmatismus

Auch im Mittelstand gibt es immer mehr Unternehmen, die auf agile Projektvorgehensweisen setzen und bei denen wir auf ähnlich gute Voraussetzungen wie in der Welt der Konzerne treffen. Sehr oft aber ist mehr Pragmatismus und weniger Lehrbuch notwendig:

  1. Anders als bei großen Konzernen werden Mitarbeiter nur selten für das Projekt abgestellt. Sie haben ihre operativen Aufgaben in Vertrieb, Service oder Marketing - oftmals mit Vorrang. Das Projekt ist Nebentätigkeit und Zusatzbelastung - das heißt auch, sie stehen nicht nach Lehrbuch zur Verfügung.
  2. Es gibt weniger "Projektspezialisten", die mit den agilen Methodiken bereits vertraut sind und auch das Arbeiten mit Tools, wie z.B. Jira, ist noch weniger eingeübt. Erste Ansätze finden sich oft in der IT-Abteilung, nicht aber dort, wo z.B. der Product Owner verortet wird.

Doch keinesfalls spricht dies gegen ein agiles Vorgehen - unser letztes CRM Projekt nach klassischem Wasserfallmodell ist Jahre her. Vielmehr braucht es mehr Pragmatismus und ein Aufeinanderzugehen, bis die Methodik für den Kunden passt. Anders gesagt, wir adaptieren die agilen Methoden auf die Unternehmenskultur und das, was sinnvoll, machbar und zum Ziel führend ist. Auf diese Weise arbeiten wir agil, ohne die Organisation zu überfordern. 


Projektleitung und Coaching im CRM Projekt

Wir übernehmen im Projekt Verantwortung für das Ergebnis. Ob als Projektleiter, Teilprojektleiter oder Scrum Master, Product Owner oder Consultant sei dahingestellt. Häufig ist es ein Nebeneffekt, dass etwas von unserer Vorgehensweise auch im Unternehmen für zukünftige Projekte bleibt. So haben einige unserer Kunden Tools, die wir nutzen (Teams, Sharepoint, Jira) übernommen oder unseren Projektbericht für sich adaptiert. Darüber freuen wir uns dann besonders, denn es zeigt, dass wir mit unserer Vorgehensweise Mehrwerte bieten, die erkannt und über unser gemeinsames Projekt hinaus genutzt werden.